Das Buch

Schreiben wir in Zukunft "Missthaufen"? Die sog. Rechtschreibreform vereinfacht das Schreiben nicht, sondern macht es primitiv und komplizierter. Die Reform greift insbesondere wegen der Liberalisierung der Zeichensetzung (Anm.: heute z. T. wieder aufgehoben) und der chaotischen Willkür bei den Auseinanderschreibungen unmittelbar in den grammatikalischen Lebensraum unserer Schriftsprache ein: Texte lassen sich schwerer lesen!

Das Buch

Sogar eine Änderung der Sprechweise wird suggeriert ("aufwendig" wird zu "aufwändig"). Durch die Stammprinzipregeln und die aufgezwungenen Auseinanderschreibungen werden Wörter regelrecht "vernichtet", wodurch sich erhebliche Einschränkungen in der Ausdrucksvielfalt ergeben. Bestimmte Inhalte können per Schrift überhaupt nicht mehr übermittelt werden.

Verwerflich ist, daß dieses völlig überflüssige neue Regelwerk inzwischen Einzug in die Schulen gehalten hat. Diese Hinterlist wird wohl dafür sorgen, daß sich die schlechtere Schreibung langfristig durchsetzen wird. Der Aufsatz zeigt dies einrucksvoll an Beispielen.

Das Büchlein wendet sich an alle, die von der Rechtschreibreform nur den "Tollpatsch" oder das "ss" kennen. Es wendet sich aber auch an die Reformer selbst, die der Einheit der deutschen Schriftsprache einen unvergleichlich schlechten Dienst erwiesen und ein Schreibchaos angerichtet haben. Books on Demand Norderstedt 2000, ISBN 3-8311-0735-1